Titelverzeichnis l Impressum l Datenschutz
Details zum Buch
Goethe-Anekdoten und Bonmots
Herausgeber Walter Victor
 
Das Leben Johann Wolfgang von Goethes ist für die Nachwelt festgehalten worden wie kaum ein anderes. Denkwürdige wie urkomische Situationen wurden genauso fixiert wie viele seiner Geistesblitze und tiefschürfende Gespräche.
Die vorliegende Auswahl von Anekdoten und Zitaten vermittelt uns eine Vorstellung davon, wie Goethe wirklich war. [zur Leseprobe]
 
Hardcover, 96 Seiten, illustriert
 
6,80 €
ISBN 3-910141-27-7
Limitierte Sonderausgabe mit Lammnappaledereinband: 50 Stück
 
Denkwürdige und urkomische Situationen aus dem Leben des großen Denkers - eingebunden in hochwertiges Lammnappaleder. In limitierter Auflage, greifen Sie zu!
 
96 Seiten, illustriert, Hardcover in Lammnappaleder, limitierte Auflage
 
25,00 €
ISBN 3-910141-28-5
 
« zurück

Leseprobe
Goethes Kohlen
In ihrer Darstellung "Schillers Leben" erzählt Caroline von Wolzogen von einem Abend, an dem Goethe aus "Hermann und Dorothea" las: Mit Rührung erinnere ich mich, wie uns Goethe in tiefer Herzensbewegung, unter hervorquellenden Tränen, den Gesang, der das Gespräch Hermanns mit der Mutter am Birnbaume enthält, gleich nach der Entstehung vorlas. "So schmilzt man bei seinen eigenen Kohlen", sagte er, indem er sich die Tränen trocknete.
 
Mit Köchinnen stand er sich gut
Henriette Hunger, die Köchin von Frommanns in Jena, erzählte ihrem Sohn oft die folgende Geschichte über Goethe: "Eines Abends", so berichtete er, "war wieder eine heitere Gesellschaft, darunter auch Goethe, bei Frommanns gewesen. Als sie nun einigen Herren beim Weggehen leuchtet, hört sie, wie diese auf dem Hof sich verabreden, Goethe, wenn er komme, mit Schneebällen zu begrüßen, denn es hatte indes geschneit. Meine Mutter eilte hierauf in den Garten und machte schnell eine Schürze voll guter Schneebälle. Als sie zurückgekehrt, trifft sie Goethe schon auf der Treppe. Schnell überredet sie ihn, sich die Schürze vorbinden zu lassen, da sie versichert, er werde sie brauchen. Es gab nun eine gar heitere Szene auf dem Hofe, als die Herren, in der Erwartung, Goethe wehrlos zu überfallen, ihrerseits von dem rüstigen und seinerseits reichlich mit Munition versehenen Goethe in die Flucht geschlagen wurden. Ein ansehnliches Trinkgeld, das meine Mutter bei nächster Gelegeneheit von Goethe erhielt, bewies, wie willkommen ihm die rasche Unterstützung gewesen war."